Hessen in der Spitzengruppe

Wiesbaden. Die Hochkonjunktur im motorisierten Zweiradgeschäft der Jahre 2020 und 2021 in Hessen hat einen Grund: B 196! Dieser damals neue Eintrag im Führerschein berechtigt zum Fahren eines Leichtkraftrades mit 125 ccm Hubraum und maximal 11 kW Leitung und löste eine starke Nachfrage aus. In Hessen war das Interesse mit 364 B 196-Berechtigungen pro 100.000 Einwohner:innen überdurchschnittlich hoch. Rechnerisch seien 70 Prozent des Zuwachses der beiden vergangenen Jahre von knapp 16.000 Zweirädern der neuen Fahrerlaubnis geschuldet. Insgesamt gebe es in Hessen einen Bestand von 353.044 Krafträdern.

Insgesamt 11.288 dieser neuen Fahrerlaubnisse habe es in Hessen gegeben, teilte Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, mit dem Hinweis mit, dass sich „der Reiz des neuen im ersten Jahr mit einem Anteil von 39 Prozent“ an den Neuzulassungen niederschlage. Im Jahr 2020 habe es 6.554, im Vorjahr 4.734 „B 196“ gegeben. Auffällig sei, dass Frauen in der Altersgruppe 45 bis 60 Jahre mit 46 Prozent deutlich vor den Männern mit 42 Prozent gelegen hätten.

Karpinski erinnerte daran, dass seit dem 1. Januar 2020 für Inhaber:innen der Fahrerlaubnisklasse B die Möglichkeit bestehe, mit einer theoretischen und praktischen Schulung die neue Fahrerlaubnis zu erwerben. Diese Berechtigung werde im Führerschein durch den Eintrag der Schlüsselzahl 196 bei Fahrerlaubnisklasse B dokumentiert, weshalb sie „B196“ heiße.