Gebrauchte Pkw - Nachwuchs fehlt

Dem Gebrauchtwagenmarkt fehlt der Nachschub. Diese Knappheit schlage sich auch im zweiten Monat des Autojahres nieder. Minus 1,0 Prozent auf 35.840 (Vorjahr: 36.208) Pkw-Besitzumschreibungen spiegelten die schwierige Lage wider. Der Vergleich zum Vor-Krisen-Jahr 2019 zeige die hohen Verluste, sagte Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen. Damals habe es im Februar 42.425 Halterwechsel gegeben. Beim Jahresvergleich 2021/2022 müsse das schwache Ergebnis des Vorjahres gesehen werden.


Die KBA-Februar-Bilanz für Hessen weise 22.262 (Vorjahr: 22.982) Benziner und 11.186 (Vorjahr: 11.898) Diesel-Pkw aus. Karpinski sagte, an den Farben der letzten Monate ändere sich wenig, Verbrenner rot, Alternative grün. 2.389 (Vorjahr: 1.325) Pkw aus dem alternativen Segment seien umgeschrieben worden. Davon gebe es 727 (Vorjahr: 327) E-Fahrzeuge. 301 (Vorjahr: 147) Stromer (BEV) und 426 (Vorjahr: 180) Plug-in-Hybride zeige die Monatsbilanz.


Das bisherige Jahresergebnis sei mit 0,4 Prozent leicht ins Minus gerutscht. 71.827 (Vorjahr: 72.121) gebrauchte Pkw seien umgeschrieben worden. Das knappe Angebot sei in den letzten Monaten das bestimmende Thema auf dem Gebrauchtwagenmarkt gewesen. „Und das bleibt zunächst so“, sagte Karpinski. Gerade bei den jungen Fahrzeugen fehle akut der Nachschub.
Marktbeobachter stellten bei Autos ab fünf Jahren einen prozentual stärkeren Preisanstieg als bei den jüngeren Gebrauchten fest. Preiswerte, individuelle Mobilität sei in der Pandemie gefragt. Ältere Fahrzeuge bewegten sich in Preisklassen, die Verbraucher eher aus eigenen Mitteln stemmen könnten.